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Constantin neutral 18.04.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Aktie der Constantin Film AG (WKN 580080) ist für das Researchteam der Stadtsparkasse Köln unverändert ein Marketperformer.
Die Constantin Film AG mit Sitz in München sei ein integriertes Medienunternehmen, das die gesamte Verwertungskette von der Eigen- und Co-Produktion nationaler und internationaler Filme über die Auswertung in Kino, Video, DVD, TV und Neue Medien abdecke. Constantin sei seit zwei Jahrzehnten im Filmgeschäft tätig. Der Produzent Bernd Eichinger halte 25% der Anteile an der Constantin Film.
Strategische Zielsetzung von Constantin Film sei es, die angestammten Kerngeschäftsfelder sowohl national als auch international auszubauen. Dies werde u.a. über zahlreiche Beteiligungen und Joint-Ventures realisiert. Zusätzlich solle in neue Geschäftsbereiche wie Family Entertainment, Neue Medien und die Verwertung von Nebenrechten sowie Merchandising von Produkten expandiert werden.
Der Bereich "Serviceauswertung" solle zukünftig verstärkt aufgebaut werden. Gegen einen prozentualen Anteil am Einspielergebnis eines Films übernehme Constantin die Distribution eines Films, ohne das Risiko der Lizenzkosten und Werbeaufwendungen zu tragen. Mit RTL Television habe Constantin eine Kooperation zum Kinovertrieb in Deutschland und Österreich für alle Filme übernommen, an denen RTL die Rechte halte und die bereits in den USA gelaufen seien.
Im Geschäftjahr 2001 habe Constantin den Umsatz um 7% auf 127,3 Mio. Euro steigern können. Das EBITDA sei um 28% auf 73,7 Mio. Euro gestiegen. Das EBIT sei jedoch, belastet durch die Anwendung strengerer Bilanzierungsrichtlinien nach US-GAAP und dem damit zusammenhängenden höheren Abschreibungsbedarf auf minus 15,9 Mio. Euro nach 3,7 Mio. Euro im Vorjahr gerutscht. Bereinigt um die Bewertungsanpassung habe das EBIT bei 2,1 Mio. Euro gelegen. Der Jahresfehlbetrag habe sich auf -10,7 Mio. Euro nach 8,7 Mio. Euro in 2000 belaufen. Das Filmvermögen habe zum Jahresende 99,5 Mio. Euro betragen und damit 41% über dem Vergleichswert des letzten Geschäftsjahres gelegen. Mit den Zahlen habe Constantin sowohl die Markterwartungen als auch die eigene revidierte Prognose übertroffen.
Für das laufende Geschäftsjahr habe Constantin einen verhaltenen Ausblick gegeben. Aufgrund des schwachen Marktumfeldes rechne das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung und einer EBIT-Marge von 2-5 Prozent.
Die Erfolgsproduktion "Schuh des Manitu", die in Deutschland 11 Mio. Zuschauer in die Kinos gelockt habe und damit der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten geworden sei, habe man bereits in synchronisierter Fassung nach Hongkong und in einige osteuropäische Länder verkaufen können. Wachstumsmotor in den nächsten Jahren sollen international vertriebene Eigenproduktionen wie "Resident Evil" sein, der bereits sehr gute Erfolge sowohl in den US-Kinos als auch in Deutschland verzeichnet habe.
Die bestehende Kooperation mit der Achterbahn AG werde ausgebaut. Neben den kommenden Kinofilmen "Werner 4" und "Werner 5" habe sich Constantin das Vorkaufsrecht an zwei weiteren Produktionen sichern können.
Die mögliche Insolvenz der Kirch Gruppe werde nach Unternehmensangaben keine Auswirkungen auf das operative Geschäft haben. Kirch sei derzeit mit knapp 21,1% an Constantin beteiligt, wodurch auch im Falle eines Verkaufs der Anteile keine Sperrminorität entstünde. Möglicher Übernahmekandidat des Aktienpakets könnte die EM.TV Merchandising AG sein, die aktuell 16,3% an Constantin halte.
Constantin habe mit dem Produzenten Christian Becker die Rat Pack Filmproduktion GmbH mit Sitz in München gegründet. Constantin halte 51% der Gesellschaftsanteile. Rat Pack werde als eigenständige Film- und Fernsehproduktion operieren, die verschiedene Autoren und Regisseure in Form von kleinen Firmenbeteiligungen fest an sich gebunden habe. Durch diesen Schritt wolle Constantin seine Eigenproduktionsaktivitäten forcieren.
Constantin verfüge über eine vielversprechende und gut gefüllte Filmpipeline. Die Neuausrichtung des Unternehmens, verstärkt auf margenstarke Eigenproduktionen und Serviceauswertungen zu setzen und die Anzahl der liquiditätsbindenden Output-Deals zu verringern, sei positiv zu werten.
Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln bleibt bezüglich Constantin-Aktien bei seiner Marketperformer-Einschätzung.
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